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    Lehrstuhl für Pädagogik bei Lernbeeinträchtigungen - Sonderpädagogik I

    Pädagogisch gut beraten - Forschung

     

    Unser Erkenntnisinteresse richtete sich sowohl auf Beratung allgemein als Form pädagogischen Handelns als auch auf die so genannten beraterischen Tätigkeiten in der Pädagogik, die landläufig als Beratung bezeichnet werden.

    Ob die Erzieherin mit den Eltern ein Gespräch über den problematischen Entwicklungsverlaufs ihres Kindes führt, ob eine Förderschullehrerin einem Kollegen aus der Grundschule eine Rückmeldung hinsichtlich seines problematischen Unterrichtsverhalten geben muss, ob ein Sozialpädagoge im Jugendzentrum zwischen „Tür und Angel“ mit einer Jugendlichen über deren Ausbildungsoptionen spricht oder ob ein Erwachsenenbildern einen Kollegen hinsichtlich einer ergänzenden Einschätzung zur Gruppendynamik seines Kurses konsultiert – üblicherweise werde alle diese Gespräch mehr oder weniger als Beratung bezeichnet.

    Diese bedeutsamen Gespräche im Rahmen der pädagogischen Berufstätigkeit sollen systematisiert werden. Das heißt…

    ·         Beratung soll auf eine pädagogisch begründete Basis gestellt werden

    ·         Beratung soll neben den anderen Formen des erzieherischen Gespräch Geltung beanspruchen und nicht als „Goldstandard“ der Pädagogik angesehen werden

    ·         Beratung und pädagogische Gespräche sind nur eine Möglichkeit, das Lernen von Menschen zu befördern

    Um unser Anliegen zu verwirklichen, forschen wir zu Beratung und zu pädagogischen Gesprächen

    ·         sowohl phänomenologisch – wir fragen uns also, was es mit dem Phänomen „Beratung“ auf sich hat

    ·         rekonstruktiv – wir schauen danach, wie Beratung als Praxis gestaltet wird

    ·         als auch hypothesenprüfend – wir überprüfen gewissermaßen experimentell die phänomenologisch und rekonstruktiv generierten Hypothesen über Beratung und pädagogische Gespräche