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    Lehrstuhl für Pädagogik bei Lernbeeinträchtigungen - Sonderpädagogik I

    INKLUSION

    Eine Standortbestimmung des Instituts für Sonderpädagogik der Universität Würzburg

    Das Institut für Sonderpädagogik der Universität Würzburg besteht zur Zeit aus fünf Lehrstühlen, welche die zentralen wissenschaftlichen Fachgebiete und Gegenstandsbereiche sonderpädagogisch relevanter Behinderungen und Beeinträchtigungen abbilden. Es sind dies die Lehrstühle:

    Pädagogik bei Lernbeeinträchtigungen,

    Körperbehindertenpädagogik,

    Sprachheilpädagogik,


    Pädagogik bei Geistiger Behinderung,

    Pädagogik bei Verhaltensstörungen.

    Zu den Implikationen und Erfordernissen der 2009 ratifizierten UN-Behindertenrechtskonvention und innerhalb der in diesem Zusammenhang heftig geführten Inklusionsdebatte nehmen Fachvertreter und Kollegiale Leitung des Instituts für Sonderpädagogik der Universität Würzburg eine Position ein, die sowohl von der fachlichen Kompetenz in der Sonderpädagogik allgemein als auch von den fach- und gegenstandsbezogenen Spezifika und den professionellen Expertisen in den fünf sehr unterschiedlichen, stark interdisziplinär ausgerichteten und jeweils eigenständigen sonderpädagogischen Fachrichtungen geprägt ist. Dabei ist in Forschung und Lehre selbstverständlich die advokatorische Verpflichtung den Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen gegenüber maßgebend.

    Das Profil der Würzburger Sonderpädagogik zeichnet sich vor allem darin aus, dass am Erhalt und Ausbau der Fachexpertisen und Fachzuständigkeiten der fünf hier vertretenen sonderpädagogischen Disziplinen auch im Hinblick auf das Handlungsfeld der Inklusion in Forschung und Lehre festgehalten wird – eine Position, die das Institut für Sonderpädagogik der Universität Würzburg nach innen und außen selbstbewusst vertritt, die im Rahmen der bundesweiten Inklusionsdebatte aber durchaus kontrovers diskutiert wird.

    Die bisherige Diskussion um Inklusion war vorwiegend normativ und von großer Emotionalität geprägt. Aus dem Verständnis des Würzburger Instituts für Sonderpädagogik heraus sollte der Diskurs um Inklusion stattdessen vornehmlich auf wissenschaftlicher Basis, das heißt unter Bezugnahme auf wissenschaftliche Theorien, auf Basis quantitativer und qualitativer Forschung und unter expliziter Berücksichtigung und Einbindung der jeweiligen sonderpädagogischen Fachlichkeit geführt werden.

    Inklusion wird als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden; die Sonderpädagogik ist dabei Vermittler und Dialogpartner, stellt professionelles, wissenschaftlich begründetes Handlungswissen zur Verfügung und fungiert als Advokat der Betroffenen – selbstverständlich unter deren Partizipation. Das Institut hat den Anspruch, Ankerpunkt und Impulsgeber einer Entwicklung hin zu einer inklusiven Gesellschaft zu sein – vernetzt mit anderen Fächern und ihren Kulturen innerhalb von Fakultät und Universität, mit anderen Universitäten, mit der Praxis sowie mit weiteren nationalen und internationalen Institutionen.

    Auf der Grundlage dieses Verständnisses wird das Institut für Sonderpädagogik seine Aufgabe und Zielsetzung, einen gewichtigen, kritisch-konstruktiven Beitrag zur Inklusion zu leisten, konsequent und zukunftsorientiert weiter verfolgen.

    Würzburg, im Mai 2018 – die Kollegiale Leitung des Instituts für Sonderpädagogik

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    Kontakt

    Lehrstuhl für Sonderpädagogik I - Pädagogik bei Lernbeeinträchtigungen
    Wittelsbacherplatz 1
    97074 Würzburg

    Tel.: +49 931 31-84828
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